So führst Du das perfekte Mitarbeitergespräch

"Sprich, damit ich dich sehe"

Dieses Zitat stammt von Sokrates und gilt für Mitarbeiter ebenso wie für Führungskräfte.
Denn nur wer sich zeigt, kann auch gesehen werden.

Ohne offene Kommunikation kommt es früher oder später zu Missverständnissen.
Ein regelmäßig wiederkehrendes Ereignis in Unternehmen ist das 1-2x im Jahr stattfindende Mitarbeitergespräch.
Führst Du selbst auch Mitarbeitergespräche?

In den seltensten Fällen läuft so ein wichtiges Gespräch wirklich wertschätzend ab.
In dem folgenden Artikel habe ich 7 Punkte  aufgeführt, die unbedingt berücksichtigt werden sollten.

Wieso Du regelmäßig Mitarbeitergespräche führen solltest:

Ganz platt gesagt:
Mitarbeitergespräche sind eine perfekte Möglichkeit deinen Mitarbeitern Wertschätzung entgegenzubringen, sie besser kennen zu lernen, zu erfahren was ihre Sorgen sind, sie beschäftigt, motiviert oder auch frustriert.
Außerdem können hier auch Themen besprochen werden, die im Tagesgeschäft einfach zu kurz kommen.
Ich rate Dir Mitarbeitergespräche nicht als lästige Pflicht anzusehen, sondern als echte Chance etwas zu bewirken.
Im Mitarbeitergespräch haben Mitarbeiter und Führungskraft die Möglichkeit sich auf Augenhöhe auszutauschen.
Hierbei sollte es nicht um Gehaltsverhandlungen gehen, sondern um das tägliche Miteinander und speziell die Leistungen und Fähigkeiten des Mitarbeiters.

Damit deine Mitarbeitergespräche erfolgreich und motivierend sind, erhältst Du jetzt hier 7 Tipps, die Du in deine Mitarbeitergespräche mit einfliessen lassen solltest.

7 Tipps für zielorientierte Mitarbeitergespräche

Sei vorbereitet

Auch wenn die Oberthemen in jedem Mitarbeitergespräch gleich sind, so individuell sind sie doch von ihrem Inhalt.
Bevor Du in das Gespräch gehst, solltest Du dich vorab mit deinem Mitarbeiter beschäftigen.
Ist dir etwas aufgefallen, das Du ansprechen möchtest?
Werden z.B. besonders gute Leistungen erbracht oder wirkt dein Mitarbeiter niedergeschlagen und demotiviert?
Was könnten die Gründe dafür sein?
Setz dir Ziele für das Gespräch - deine Mitarbeiter werden sicherlich auch welche haben.
Zudem hat eine gute Gesprächsvorbereitung eine positive Auswirkung auf deinen Gesprächspartner - Stichwort: Wertschätzung.
Du zeigst, dass dir der Mitarbeiter wichtig ist und Du dir Zeit für ihn nimmst.

Fixierung und Zielorientierung

Mitarbeitergespräche sollten immer schriftlich fixiert werden.
Es gibt Mitarbeiter, die einer Gesprächsfixierung erst einmal negativ gegenüberstehen.
Daher solltest Du ihnen den Grund erklären.
Es geht nämlich nicht darum dem Mitarbeiter im Nachhinein einen Strick aus seinen Aussagen zu drehen, sondern für beide Seiten Verbindlichkeit in das Gespräch zu bringen.
Ausserdem geht es um Dokumentation und Nachvollziehbarkeit der Mitarbeiterentwicklung.
Zudem lassen sich gemeinsame Ziele besser nachhalten und zukünftige leichter vorbereiten.
Die Dokumentation des besrpcohenen dient auch der Zielorientierung.
Befinden sich alle Beteiligten noch auf dem vereinbarten Weg zum Ziel oder werden Umwege genommen?

Denke nicht zu klein

Denke immer daran, dass Du im Mitarbeitergespräch einen wichtigen Grundstein für die Zukunft legst.
Deshalb solltest Du mit Zielen ins Gespräch gehen - dein Gegenüber wird sicherlich auch welche haben.
Ob es die persönliche Weiterentwicklung über Coaching oder Lehrgänge ist; die Übernahme eines Projekts oder der Wunsch weniger zu arbeiten.
Durch zielgerichtete Mitarbeitergespräche hast Du die Chancen Erfolg deines Unternehmens maßgeblich mitzubestimmen.
"Nicht zu klein denken" bedeutet in diesem Kontext auch, dass Du deinen Mitarbeitern vertrauen schenken solltest.
Menschen wachsen an ihren Aufgaben.

Motivation durch Vertrauen

Zum einen solltest Du unbedingt dir selbst vertrauen, zum anderen aber auch deinen Mitarbeitern.
Wie oben bereits erwähnt: Menschen wachsen an ihren Aufgaben.
Möchtest Du deine Mitarbeiter motivieren, dann schenke ihnen Vertrauen.
Vertrauen bedeutet nicht, deine Mitarbeiter mit Projekten oder Aufgaben zu überfrachten; ihnen aber die Möglichkeit zu geben sich auszuprobieren.
Begleite deine Mitarbeiter auf dem Weg und helfe ihnen bei der Entwicklung.
Schenke ihnen und dir Vertrauen und dadurch die Möglichkeit zuzugeben, wenn die gemeinsam getroffene Entscheidung revidiert werden sollte - ohne Nachteile für deine Mitarbeiter.
Das von dir entgegengebrachte Vertrauen wird deinen Mitarbeitern mehr Motivation verschaffen als ein weiterer Schein im Portmonaie.

Kritikfähigkeit

Mach dich auf Kritik gefasst bzw. sei darauf vorbereitet (hierzu kann dir das dokumentierte Gespräch aus dem Vorjahr nützlich sein!)
Kritik ist absolut nichts schlimmes und sie richtet sich zu 99% auch nicht gegen dich als Person, sondern um "die Sache".
Was auch immer "die Sache" sein mag; es können Überstunden sein, das Gefühl unfair behandelt zu werden, etc.
Reagier sachlich und emotionsfrei - das zeigt einen professionellen Umgang mit der Situation.
Professionell zu reagieren bedeutet aber auch, zuzugeben wenn dich die Kritik emotional trifft.
Ist das der Fall, skizziere gemeinsam mit deinem Mitarbeiter Lösungs- und Verbesserungsvorschläge.
Ebenso solltest Du nötige Kritik äußern und nichts in dich hineinfressen.
Denn nur wenn Kritik geäußert wird, haben deine Mitarbeiter die Chance an der Situation etwas zu ändern.
Auch hier gilt: sprich, damit ich dich sehe.

Nicht selbstverständlich, aber nötig: Freundlichkeit

Auch wenn es mal nicht so läuft wie Du es dir vorgestellt hast, bleib freundlich.
Denke immer daran, dass Mitarbeiter die Dinge in der Regel nicht aus deinem Blickwinkel sehen und damit auch nicht sofort dein Handeln verstehen können.
Wird dir Kritik entgegengebracht, bedanke dich für die wertvollen Hinweise.
Sei jederzeit authentisch, denn sonst glaubt man dir die Freundlichkeit nicht.
Gibt es Grund zu loben? Na, dann lobe deine Mitarbeiter.
Sie werden sich freuen.

zu guter letzt: Loyalität

Sei nicht nur deinem Unternehmen gegenüber loyal, sondern  auch deinen Mitarbeitern.
Dinge die unter vier Augen besprochen werden, bleiben unter vier Augen.
Gibt es Ärger unter Kollegen, solltest Du der lösungsorientierte Moderator sein.
Ohne Loyalität wirst Du kein Vertrauensverhältnis aufbauen können.
Denk immer daran, dass ihr alle in einem Boot sitzt.

Fazit:

Befolgst Du die genannten Tipps, wirst Du eine offene, respektvolle und zielorientierte Gesprächsumgebung schaffen.
Durch diese Art von Kommunikation beeinflusst Du dein ganzes Unternehmen - im Innen und Außen.
Im Innen werden deine Mitarbeiter sich wohlfühlen und dir Loyalität entgegenbringen.
In der Außenwirkung wirst Du als Arbeitgeber noch interessanter; denn es spricht sich rum wo welches Arbeitsklima herrscht.

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