So wirst Du mit deinem Team erfolgreich

Gruppe oder Team - das ist hier die Frage

Wie sieht es in deinem Unternehmen - in den verschiedenen Abteilungen aus? Arbeiten deine Leute in der Gruppe oder im Team?
Wenn Du die Magie der Individualität entdeckst, hast Du die Chance ungeahnte Kräfte zu entfachen.
Was ich damit meine, erzähle ich dir in den folgenden Zeilen.

Eine Aussage, die ich häufig in Unternehmen höre, ist: "Wir sind ein tolles Team."
Doch wenn man dann mal genauer nachfragt, bleibt von dem tollen Team nicht mehr viel übrig.
Denn dann beginnen die einzelnen Mitarbeiter aufzuzählen was ihnen an den anderen stört - und das häufig auf der emotionalen Ebene; bedeutet: Vorwürfe und Verletzungen sind vorprogrammiert.

Was ist der Unterschied zwischen einer Gruppe und einem Team?

Wenn wir zwischen Gruppe und Team differenzieren, dann muss man ganz klar sagen, dass in einer Gruppe Menschen zusammenarbeiten die komplett individuell und alleine unterwegs sind.
Jeder hat sein eigenes Ziel und seinen eigenen Weg den er verfolgt.
In Gruppen gilt auch oft das Recht des Stärkeren, wer am lautesten brüllt wird gehört.

Eine Gruppe ist also eine lose Ansammlung von Menschen die sich nicht gegenseitig brauchen um ein Ziel zu erreichen.

Was macht eigentlich ein gutes Team aus?

Ein Team ist eine Gruppe mit spezifischem Ziel in der sich die Mitglieder gegenseitig brauchen um das gemeinsame Ziel zu erreichen. 
Die Teilnehmer haben eine gemeinsame Vision und haben das Wissen um die Wichtigkeit jedes einzelnen.

In Teams gelten spezielle Regeln:

Alle Teammitglieder arbeiten auf Augenhöhe 

Jeder versucht sich und seine Stärken einzubringen.
Hier gewinnt nicht der Lauteste; auch die Introvertierten werden gehört und ernst genommen.
Respekt und Wertschätzung werden ebenfalls groß geschrieben.
Die Teammitglieder wissen um die Stärken und Schwächen ihrer Kollegen.

Aufgaben, Stärken und Schwächen werden akzeptiert

Es ist wichtig, dass auch die eigenen Stärken und besonders die Schwächen offen kommuniziert werden.
Das bietet die Chancen Stärken gezielt einzusetzen und vorhandene Schwächen durch Kollegen auszugleichen um ans gemeinsame Ziel zu kommen.
Jeder weißt um die Aufgabe des Anderen, akzeptiert und respektiert sie.

Das eigene Ego zurückstellen

Um gemeinsam das große, gemeinsame Ziel zu erreichen, ist es nötig, dass die Teammitglieder in gewissen Situationen ihr eigenes Ego zurückstellen.
Nur wenn alle verstehen, dass das eigene Ego nicht maßgeblich für den Erfolg ist, kann der Fokus auf das Ziel auf Dauer aufrecht erhalten werden.
Das bedeutet nicht, dass immer Einigkeit herrschen muss und es keine Konflikte gibt.
Gäbe es keine Reibereien, wäre das Team auf lange Sicht nicht erfolgreich.
Je besser ein Team funktioniert, desto häufiger wird es Konflikte geben.

Das Geheimnis liegt allerdings darin auf welche Art die Konflikte angesprochen bzw. ausgetragen werden.
Wichtig ist, dass jedes Teammitglied gehört und ernstgenommen wird.

Es gibt vier Phasen in der Teamentwicklung

Auf der Reise von der Gruppe zum Team gibt es verschiedene Phasen zu bewältigen

Werden Menschen, z.B. für Projekte neu zusammengesetzt, müssen sie sich erstmal gegenseitig kennenlernen um von der losen Gruppe zum produktiven Team heranzuwachsen.
Der Prozess dieser Teamentwicklung lässt sich in vier Phasen aufteilen.
Diese Phasen werden in den seltensten Fällen der genauen Reihenfolge nach durchlaufen.
Auch, wenn Du dich mit deinem Team bereits in der letzten Phase befindest, heißt es nicht, dass ihr nicht nochmal in eine der vorherigen Phasen zurückspringt.
Teamentwicklung ist ein sehr dynamischer Prozess, in die richtige Kommunikation enorm wichtig ist.

Die Testphase, auch Formingphase genannt

In dieser Phase steht das Kennenlernen der einzelnen Teilnehmer im Fokus.
Es ist wichtig, dass die Teilnehmer sich wohlfühlen.
Ziele und Prozesse sind hier noch nicht definiert.

Die Kampfphase oder auch Stormingphase genannt

Hier finden die ersten Erfahrungen und Begegnungen statt, sowohl positiv wie negativ (z.B. wer kann mit wem).
In dieser Phase sehen die Teilnehmer noch die Probleme und nicht die Chancen, die vor ihnen liegen.
Die Emotionen herrschen über die Sachlichkeit, Konflikte sind vorprogrammiert.
Womöglich sinkt die Motivation der Teilnehmer.

Die Normingphase

Die Teilnehmer haben Regeln und Prozesse - die Arbeitsweise - definiert und kommuniziert.
Durch den offenen Umgang miteinander können Ressourcen optimal genutzt werden.
In dieser Phase beginnt die Transformation der Gruppe hin zum Team.
Deutlich wird das in der Problembetrachtung, denn der Fokus wird nicht mehr auf das Problem gelegt, sondern auf die Lösung.

Die Performancephase

Das Team arbeitet jetzt eigenständig und effizient.
Der Umgang im Team ist wertschätzend und respektvoll.
In dieser Phase kann sich der Projektleiter bzw. die Führungskraft intensiv um die Zielvorgaben und auf die Weiterentwicklung der einzelnen Teammitglieder kümmern.

Jedes Team macht diese Fehler!

Wer im Team erfolgreich sein will, muss folgende Fehler vermeiden:

Misstrauen

Irgendwann laufen Teams Gefahr auseinander zu brechen, weil die Mitglieder anfangen sich gegenseitig zu misstrauen.
Der zuvor entgegengebrachte Respekt und die Akzeptanz gehen verloren und das Misstrauen wäschst, weil unter anderem die Handlungen des anderen nicht verstanden werden.

Status / Ego

Die Teammitglieder fangen an sich selbst zu wichtig zu nehmen.
Sie stellen ihre Rolle und ihr eigenes Ego zu sehr in den Vordergrund und sehen das große Ziel nicht mehr als gemeinsames Ziel bzw. sind sie der Meinung, dass ihre eigene Leistung besser und noch wichtiger ist als die der anderen Teammitglieder.

Anerkennung

Viel zu häufig fehlt schlichtweg die Anerkennung.
Auch wenn das Team zusammengestellt wurde um ein großes, gemeinsames Ziel zu erreichen und die individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen jedes einzelnen nutzen zu können wird dies irgendwann als selbstverständlich angesehen, doch jeder Mensch braucht irgendwann in irgendeiner Form eine Art von Anerkennung und sei es einfach das wirklich ehrlich gemeinte "Danke" oder "gut gemacht".

fehlende Kommunikation

Besonders im Arbeitsalltag wird das gemeinsame kommunizieren schlichtweg vergessen.
Regeln sind aufgestellt, Abläufe definiert - und zack geht es an die Arbeit.
Ein häufiger Fehler besteht darin seinen Kollegen und Teammitgliedern kein oder nur sehr minimal ehrliches Feedback zu geben.
Es muss nicht immer das große Ganze besprochen werden, aber Feedback und Abstimmungen über kleinere Zwischenschritte sind auch wichtig.

Überheblichkeit

Tritt der Erfolg ein, so führt das schnell zur Überheblichkeit.
Die definierten Abläufe und Regeln funktionieren und das Team wird für seine herausragenden Leistungen gelobt und anerkannt.
Nutze mal die nächsten zwei Minuten und stell dir selbst die Frage wie Du reagierst, wenn dein Plan wie am Schnürchen aufgeht.

Sorglosigkeit

Bei der Sorglosigkeit geht es nicht nur um Erfolg, denn die Sorglosigkeit kann auch eintreten, wenn der Erfolg länger auf sich warten lässt.
Hier laufen viele Teams einfach Gefahr, dass sie sich zu wenig bzw. nicht die richtigen Gedanken machen wie sie auf die nächste Stufe kommen können.
Dadurch gerät das Projekt ins stocken und das große Ganze wird aus den Augen verloren.

Missachtung der Regeln

Wären die bisher genannten Verfehlungen nicht schon menschlich genug, kommt noch ein Fehler dazu der all das ich wesentlich schwieriger macht.
Es besteht oft die Gefahr,  dass die zuvor selbst erstellten und definierten Regeln missachtet werden und das Team so auseinander bricht.
Daher ist es immens wichtig,  dass regelmäßige Gespräche und Abgleiche über die Fortschritte und auch über den Status Quo der Zusammenarbeit stattfinden.

Wieso eigentlich Teamwork?

Frage ich Menschen warum sie gerne im Team arbeiten, erhalte ich häufig die Antwort, dass es das Gefühl ist gemeinsam besser zu sein als alleine und sie genau dieses Gefühl motiviert.
Achte auf Dich und deine Leute!
Ich wünsche Dir viel Erfolg.

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